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Dienstag, 7. August 2007

Bürkert kündigt weitere Investitionen an

Systemhäuser in Hohenlohe, USA und China eingeweiht - Baupläne in Gerabronn und Ingelfingen

Von Manfred Stockburger

INGELFINGEN Bürkert möchte den Umsatz im laufenden Jahr auf über 300 Millionen Euro steigern. "Die Auftragslage ist sehr gut", sagt Geschäftsführer Heribert Rohrbeck. Auch jetzt im Sommer, wo die Auftragseingänge normalerweise saisonbedingt leicht zurückgingen, seien die Auftragsbücher weiterhin dick gefüllt.

Erste Erfolge erzielen die Fluid-Technik-Spezialisten auch schon über ihre neuen Systemhäuser, die zurzeit in Betrieb gehen: Neben dem Ingelfinger Schmuckstück gibt es solche Zentren an zwei weiteren Standorten in Deutschland, in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina, in Suzhou (China). Jeweils sitzen dort vor Ort Bürkert-Spezialisten, die aus dem Komponentenbaukasten kundenspezifische Systeme zusammenstellen und bauen.


"Wir sind auf einem sehr positiven Weg mit dem lokalen Wettbewerb. Man hat sich kennengelernt und respektiert sich."
Heribert Rohrbeck über das Verhältnis zu Gemü


Ingenieure und Werkzeugbauer, Werkstoffspezialisten, Qualitätsfachleute und Monteure tüfteln dort gemeinsam die Lösungen aus, die auch in Zukunft die Beschäftigung der Bürkert-Belegschaft sichern soll. "Wir müssen sehen, dass wir den konjunkturellen Rückenwind durch Wachstum von innen heraus ersetzen können, wenn das Wirtschaftswachstum wieder langsamer wird." Rohrbecks Credo: "Der Kunde muss einen messbaren Mehrwert haben."

Fertigung

Die Hohenloher investieren aber auch in neue Produktionskapazitäten: das Werk in Gerabronn wird erweitert, und auch in Ingelfingen ist ein neuer Bauabschnitt angedacht, der die Spritzgießerei beherbergen soll: "Die Fertigung platzt aus allen Nähten", sagt Rohrbeck. Damit das so bleibt, setzt er auf einen hohen Automatisierungsgrad - und auf intelligente Produktionsweisen: "Die Komponenten und Systeme müssen so konstruiert sein, dass es sich nicht lohnt, das Ding in China fertigen zu lassen."

Dort, und nicht in der Nachbarschaft sieht er indes den "wahren Wettbewerb" - deswegen ist er froh, dass sich das Verhältnis zu Gemü normalisiere: "Wir sind auf einem sehr positiven Weg mit dem lokalen Wettbewerb. Man hat sich kennengelernt und respektiert sich." Gemü-Chef Fritz Müller sei der erste Besucher im neuen Ingelfinger Systemhaus gewesen, verrät Heribert Rohrbeck. Was den Wettbewerb im fernen Osten angeht, ist der Bürkert-Chef weniger gelassen: "Der Markt dort entwickelt sich mit einer Brutalität und Geschwindigkeit, die wir bisher noch nicht gekannt haben."

Quelle: Heilbronner Stimme

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