Von Heribert Lohr
Das Unternehmen für Steuer und Regeltechnik wird in diesem Jahr seinen Umsatz auf mehr als 300 Millionen Euro steigern.
"Die Auftragslage ist ausgesprochen gut" ließ Geschäftsführer Heribert Rohrbeck vor kurzem offiziell verlauten. Große Erfolge am Markt bescheren den 1800 Bürkert-Beschäftigten (Deutschland 1100) dabei seit kurzem auch die neuen Systemhäuser.
Neben dem Stammsitz in Ingelfingen finden sich solche Zentren in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina und im chinesischen Suzhou. In diesen Systemhäusern stellen Bürkert-Mitarbeiter "aus dem Komponentenbaukasten" des Unternehmens kundenspezifische Systeme zusammen. Ingenieure, Werkzeugbauer, Werkstoffspezialisten, Qualitätsfachleute und Monteure arbeiten eng zusammen, um den Kunden in aller Welt Lösungen bieten zu können, mit denen sich die Fluid-Technik-Experten mittel- und langfristig gegenüber der Konkurrenz durchsetzen können.
Heribert Rohrbeck: "Es ist unser Ziel, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Dieser Mehrwert soll Bürkert auch durch konjunkturelle Flautezeiten bringen. Um die steigende Nachfrage bedienen zu können sollen die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden. Weil die Fertigung "aus allen Nähten platzt", soll in Ingelfingen die Spritzgießerei vergrößert werden. Auch in Gerabronn soll das Werk erweitert werden. Ob dort neue Hallen dazu kommen, muss sich noch zeigen, nachdem der Bürkert-Ableger "BDG" durch seine geplante Umsiedlung nach Amrichshausen "Platz geschaffen" hat. In jedem Fall will das Unternehmen "in eine intelligente Produktion mit hoher Automation investieren". Heribert Rohrbeck: "Die Komponenten und Systeme müssen so konstruiert sein, dass es sich nicht lohnt, das Ding in China fertigen zu lassen".
Quelle: Regio Business, Nr. 68