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Proportionalventile für die Gasdosierung in überdruckgekapselten Gehäusen

Ex-Atmosphäre mit Standard-Komponenten schaffen - Die Zusammenarbeit mit Gönnheimer Elektronic

Profitieren Sie von der Zündschutzart „Überdruckkapselung“:

  • Reduzierte Kosten: Durch die Möglichkeit, Standardkomponenten einzusetzen, sinken Anschaffungs- und Lebenszykluskosten deutlich.
  • Erhöhte Sicherheit: Unterschreitet der Druck im Ex-p-Gehäuse ein Minimum, kommt es zu einer Alarmierung bzw. Abschaltung der eingebauten Komponenten.
  • Erhöhte Effizienz: Einsatz eines Proportionalventils, das als eingangsseitiges Stellglied eines PID-Regelkreises dient und für die adaptive Kompensation der Leckverluste des Gehäuses sorgt.
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Von über Jahre hinweg gleichbleibenden Ansprechpartnern profitieren Kunde und Lieferant sehr.

Bei vielen Produktionsprozessen entstehen verfahrensbedingt explosionsfähige Gas- oder Staubatmosphären. Beispiele finden sich in Chemie, Petrochemie, Pharmaindustrie und dem Maschinenbau, aber auch in der Öl-, Gas- sowie der Automobilindustrie, etwa an Lackierstraßen. Oft ist für solche Anwendungen dann die Zündschutzart Überdruckkapselung (Ex p) eine praxisgerechte Lösung. Denn sie erlaubt es, verifizierte „Nicht-Ex“-Systeme auch innerhalb solcher Produktionsbereiche einzusetzen.

Direktwirkende Proportionalventile von Bürkert tragen in den Geräten und Anlagen von Gönnheimer Elektronic dazu bei, dass sich der Überdruck im schützenden Gehäuse präzise regeln lässt, sowohl in der Spülphase als auch während des kontinuierlichen Betriebs.

Überdruckkapsel

Quelle: Gönnheimer Elektronic GmbH

Vorteile der Gasregelung in überdruckgekapselten Gehäusen

Von der Zündschutzart Überdruckkapselung (Ex p) profitieren Anwender sehr, denn es ist keine Ex-spezifische Sonderhardware nötig. Dadurch sinken Anschaffungs- und Lebenszykluskosten deutlich. Außerdem steigt die Flexibilität bei der Komponentenauswahl und die Lagerhaltung von Ersatzteilen bindet weniger Kapital, da Standardkomponenten günstiger sind.

Wie Standardgeräte ohne Ex-Zulassung in Ex-Bereichen eingesetzt werden können

Um Standardgeräte und Komponenten für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich tauglich zu machen, wird innerhalb eines Ex-p-Gehäuses ein Ex-freier Raum geschaffen. Das Innere des Gehäuses wird hierzu durch einen ständigen Überdruck im mbar-Bereich, der mit Hilfe von Luft oder Inertgas aufgebaut wird, vor dem Eindringen der explosionsfähigen Atmosphäre geschützt. Vor der Inbetriebnahme der Standardkomponenten wird das Ex-p-Gehäuse mit dem Zündschutzgas durchspült, um eventuell darin befindliche, zündfähige Gase zu entfernen.

Zuführung des Zündschutzgases mit Spülmittelventilen

Die Überwachung und Steuerung des Überdrucks spielen bei der Zündschutzart Ex p eine zentrale Rolle für den Explosionsschutz und somit für die Sicherheit der Anlage bzw. der Geräte. Hierzu tragen auch die eingesetzten Spülmittelventile bei, die für die Zuführung des Zündschutzgases in das Ex-p-Gehäuse verantwortlich sind. Prinzipiell gibt es für die Wahl des Spülmittelventils zwei Möglichkeiten:

  • Auf-/Zu-Magnetventil
  • Proportionalventil

Druckregelung mit Absperrventilen

Die einfachste Variante besteht aus einem Auf-/Zu-Magnetventil, das während der Vorspülphase vollständig geöffnet ist und danach schließt. Das für den Leckausgleich im Gehäuse erforderliche Zündschutzgas wird dann während des Betriebs über einen Bypass zugeführt. Er lässt gerade so viel Gas einströmen, dass der Mindestdruck im Gehäuse aufrechterhalten bleibt. Sinkt der Druck unter den Mindestwert, kann der Ex-p-Schutz nicht aufrechterhalten bleiben, was zu einer Alarmierung bzw. Abschaltung der im Ex-p-Gehäuse eingebauten Komponenten führt.

Um die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen, wird in der Praxis der Bypass-Querschnitt meist überdimensioniert. Das führt aber zu einer Verschwendung von teurem Zündschutzgas, da die überschüssige Gasmenge im Normalbetrieb am Auslass des Gehäuses entweicht.

Druckregelung mit proportionaler Ventiltechnik

Die Gönnheimer Elektronic GmbH nutzt deshalb einen anderen Ansatz, um hier mehr Effizienz zu erreichen: Die Spülluftzufuhr bei ihren überdruckgekapselten Geräten und Anlagen ist nicht über ein einfaches Magnetventil realisiert. Stattdessen setzen die Ex-Schutz-Spezialisten ein Proportionalventil ein, das als eingangsseitiges Stellglied eines PID-Regelkreises für den Innendruck im Ex-p-Gehäuse dient. Es wird nach der Vorspülphase auf einen kleinen Durchfluss zugefahren und sorgt in der Betriebsphase in Verbindung mit einer Regelelektronik für die adaptive Kompensation der Leckverluste des Gehäuses. Hierdurch ist es möglich, den Spülgasauslass vollständig zu schließen.

Vorteile

Eine solche Druckregelung mit proportionaler Ventiltechnik bringt dann gleich mehrere Vorteile: Der Luft- bzw. Inertgas-Verbrauch ist wesentlich geringer und durch die Einregelung eines konstanten Drucks in das Gehäuse steigt die Anlagenverfügbarkeit, denn höhere Leckverluste – z. B. durch Alterung der Gehäusedichtungen – werden kompensiert. Die einströmende Luft passt sich den Leckverlusten an und hält somit den Gehäusedruck dauerhaft auf einem Wert. Strömungsgeräusche sind minimiert und die Druckregelung ist auch während der Vorspülphase möglich. Durch den präzise geregelten Überdruck im Gehäuse werden zudem empfindliche Komponenten wie z. B. Sichtfenster, Folientastaturen oder Touchpanels geschont.

Erfolgreiche Zusammenarbeit seit vielen Jahren

„Auf die proportionale Ventiltechnik sind wir bereits Anfang der 1990er Jahre gestoßen, als Bürkert erstmals direktwirkende Proportionalventile für die Absaugung von Benzindämpfen an Tankstellen einsetzte. Seitdem arbeiten wir eng mit den Fluidikexperten zusammen. Die als Spülventile eingesetzten Proportionalventile konnten so kontinuierlich optimiert und perfekt auf den Einsatz in unseren überdruckgekapselten Geräten abgestimmt werden."

Prof. Dr.-Ing. Christoph Gönnheimer, Geschäftsführer, Gönnheimer Elektronic GmbH

Die Ventile haben alle erforderlichen internationalen Ex-Zulassungen; hinzu kommen die große Auswahl, die kompakten Abmessungen, Langlebigkeit und die zuverlässige Funktion. Bei den Bürkert-Proportionalventilen wirkt die Spule direkt auf den Anker. Die Ansprechempfindlichkeit und Reproduzierbarkeit sind dadurch hoch und die Verzögerungszeiten beim Ansteuern niedrig.

"Außerdem sind wir von der Variantenvielfalt begeistert. Wir haben die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Spannungen, Gehäusematerialien und Nennweiten. So finden wir für unsere sehr vielfältigen Applikationen immer eine passende Lösung, egal ob die überdruckgekapselten Einheiten in Anlagen der Chemie, Petrochemie, Pharmaindustrie, dem Maschinenbau oder in der Öl-, Gas- und Automobilindustrie eingesetzt sind."

Prof. Dr.-Ing. Christoph Gönnheimer, Geschäftsführer, Gönnheimer Elektronic GmbH
Direktwirkende Proportionalventile mit Ex-Zulassung

 

 

Direktwirkende Proportionalventile mit allen erforderlichen internationalen Ex-Zulassungen gibt es in zahlreichen Varianten von Bürkert. Jetzt passendes Proportionalventil für Ihre Anwendung finden.

Ein Ansprechpartner für alles

Auch bei unterschiedlichen Anforderungen den gleichen Ansprechpartner kontaktieren zu können, ist im Alltagsgeschäft ein großes Plus. Reibungsverluste bei der Kommunikation verringern sich und das Bestellwesen wird einfacher. „Hinzu kommt, dass wir es über Jahre hinweg immer mit den gleichen Ansprechpartnern zu tun haben, weil es bei Bürkert hier wenig Wechsel gibt“, freut sich Gönnheimer. Die Zusammenarbeit wird deshalb weitergehen.

Sie besitzen ein ähnliches Problem oder sind auf der Suche nach einem verlässlichen Partner im Bereich der Fluidik? Kontaktieren Sie uns für Ihr Projekt.

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Gönnheimer Elektronic GmbH - Proportionalventile machen Druck

Flyer Best Practice - Proportionalventile machen Druck

51.89 MB

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