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Abschlussprüfung Teil 2 - alle Berufe im Überblick

Von Johannes Reichmuth | 09.06.2022

Nach dem Interview, das Nico mit Sebastian geführt hat, bleibt die Frage nach der Abschlussprüfung Teil 2 (AP-Teil 2) offen. Wie kann man sich diese vorstellen?

Die AP Teil 2 steht klassischerweise am Ende der Ausbildung auf dem Plan. Sie setzt sich aus einem schulischen und einem betrieblichen Teil zusammen, wobei diese je nach Berufsgruppe ein klein wenig unterschiedlich sind.

Bei allen Berufen kommt ungefähr in der Mitte der Ausbildung eine Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung Teil 1.

Dabei bilden der Prüfungsteil 1 und 2 gemeinsam die Note der Abschlussprüfung. Eine Zwischenprüfung, hat darauf keinen Einfluss. Die Gewichtung der zwei Prüfungsteile ist auch wieder berufsspezifisch, jedoch ist es oft ca. 1/3 (Teil 1) und 2/3 (Teil 2).

Was ist ein betrieblicher Auftrag?

Das ist ein Projekt das als Prüfungsleistung bearbeitet wird. Es beinhaltet berufstypische Facharbeitertätigkeiten und es sollen die betrieblichen Anforderungen im Mittelpunkt stehen. Auch hier variieren die Aufgaben und Inhalte je nach Ausbildungsberuf. Ein Technischer Produktdesigner muss z.B. eine Vorrichtung konstruieren, um einen echten Fertigungsprozess zu optimieren oder anzupassen. Dazu werden dann verschiedene Lösungen gefunden, konstruiert und bewertet.

Zu dem Ablauf und den Ergebnissen aus dem betrieblichen Auftrag wird anschließend eine Dokumentation erstellt, die auch bei der IHK abgegeben wird.

Und was macht man in einer Präsentation / dem situativen Fachgespräch?

Die Auszubildenden im kaufmännischen Bereich erstellen eine Präsentation und eine ca. 5-Seitige Dokumentation, den sogenannten „Report“, über einen Prozess in dem Übernahmebereich. Diese Präsentation wird dann bei der IHK präsentiert.

Beim situativen Fachgespräch wird auch ein Prozess in dem Übernahmebereich behandelt, jedoch geht es dabei mehr um die Arbeit an sich, das heißt z.B. um die verschiedenen Arbeitsabfolgen in einem bestimmten Bereich oder an einer Maschine. Hier kommen die IHK-Prüfer dann zum Azubi in das Unternehmen, prüfen ihn und führen dabei das situative Fachgespräch.

Viel Erfolg bei euren Abschlussprüfungen!

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Artikel die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

Autor: Johannes Reichmuth

Ausbildungsberuf: Produktionstechnologe
Alter: 22
Hobbys: Fahrrad fahren, wandern, Feuerwehr
Lieblingsessen in der Kantine: Lasagne
Musikgeschmack / Lieblingsbands: Rock, Indie

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