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Arbeiten auf der anderen Seite der Welt – Interview mit Sally

Von Josua Schmitt | 25.11.2022 

Arbeiten auf der anderen Seite der Welt – Interview mit Sally

Ihr habt euch schon immer mal gefragt, wie es ist in den USA zu arbeiten?

Ich habe Sally Peterson interviewt. Sie hat Ihre Ausbildung im Sommer 2021 als Technische Produktdesignerin beendet und ist seit Ende August für drei Monate am Bürkertstandort Huntersville in den USA tätig.

Sally, bevor wir anfangen, kannst du uns kurz den Standort in Huntersville vorstellen?

Bürkert ist seit 1984 in den USA vertreten, damals aber nur als Vertriebsstandort. Seit 2006 gibt es in Charlotte Bürogebäude mit eigener Entwicklung, Montage und Fertigung. Im April 2017 wurde der erste „eigene“ Standort in Huntersville, einem Vorort von Charlotte eröffnet. Darin sind aktuell Vertrieb, Systemhaus, Fertigung, Montage sowie noch weitere kleinere Bereiche mit insgesamt 160 Mitarbeitern auf 16.000m² untergebracht.

Was ziemlich cool ist, dass hier auf dem Gelände täglich die Polizei kommt. Sie trainieren hier ihre Hunde, da das Gelände ideal dafür ist.

Wie war für dich die Umgewöhnung?

Also eigentlich sehr einfach, da die Kollegen mich hier sehr freundlich empfangen haben. Durch die geringe Zahl der Mitarbeiter ist hier alles noch sehr viel familiärer. Was ich auch sehr gut finde ist, dass man auf einmal mit Leuten Kontakt hat, mit denen man sonst nie etwas zu tun hätte. Auch wenn immer mal wieder Kollegen aus Deutschland kommen und man dann mit ihnen etwas unternimmt.

Was sind deine Aufgaben in den USA?

In nächster Zeit soll die Fertigung von Membranventilgehäusen in den USA aufgebaut werden. Dabei unterstütze ich in Dokumentation, Zeichnungserstellung und was vor allem wichtig ist als Schnittstelle zwischen Deutschland und den USA. Unteranderem habe ich für unsere amerikanischen Kollegen eine Process map erstellt, welche den Materialfluss vom Rohteil bis zur Einlagerung des Fertigteils abbildet. Außerdem versuche ich über die Länder hinweg ein Verständnis zu schaffen, wie die interne Abläufe sind.

Meine Projektaufgaben aus F&E (Ingelfingen) erledige ich dennoch.

Zwischen Deutschland und dir sind ja 6 Stunden Zeitverschiebung, betrifft dich das in deinem Arbeitsalltag?

Ja auf jeden Fall, da ich ja immer noch viel mit deutschen Kollegen zu tun habe. Deswegen sitze ich bereits morgens schon viel am Telefon, da eben in Deutschland fast schon Feierabend ist und viele Leute noch Informationen von mir benötigen. Aber genau das macht es abwechslungsreich.

Woran ich mich erstmal gewöhnen musste ist, dass meine deutschen Kollegen mir morgens einen schönen Feierabend wünschen - dabei habe ich den ganzen Arbeitstag doch noch vor mir :)

Wie sieht denn dein Alltag in einem anderen Land aus?

Was man erstmal vorab sagen muss, das die Amerikaner eine andere Kultur haben. Z.B. machen die Amerikaner alles mit dem Auto, selbst zum Briefkasten wird gefahren. Es gibt auch überall Essen ohne Ende und die Kuchen sind dort so süß.  Außerdem sind sie sehr offen und man findet schnell Anschluss.

Aber zu meinem Alltag: Ich, meine Kollegin (die mit mir für die 3 Monate in die USA gekommen ist) und dann eben, wenn noch Kollegen aus Deutschland da sind, wohnen alle zusammen in einem Hotel in der Nähe. Wir fahren morgens immer zusammen zur Arbeit. Nach der Arbeit gehen wir oft noch zusammen etwas essen. Abends machen wir dann meistens noch etwas mit Freunden oder anderen Kollegen. Z.B. kann man hier sehr gut in der Nähe des Lake Normans spazieren gehen oder in einer der vielen Malls shoppen gehen. Wir besuchen auch öfters Collegesportveranstaltungen (Eishockey, Football). Diese sind immer was Besonderes. Dort ist eine einzigartige Stimmung geboten.  

Am Wochenende hat man es auch nicht weit zu schönen Locations. Innerhalb von 4 Stunden erreicht man das Meer oder auch innerhalb von 3 Stunden bin ich im Great Smoky National Park.

Von dem her gibt es auf jeden Fall genug was man in seiner Freizeit machen kann.

Könntest du dir vorstellen nach den 3 Monaten nochmal in die USA zurück zu gehen?

Ja, auf jeden Fall. Das Projekt ist nicht zu Ende wenn ich wieder heimfliege. Außerdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht hier zu arbeiten, ich habe viele neue Dinge gelernt und konnte mich weiterentwickeln. Ich möchte die Zeit auf jeden Fall nicht missen, dennoch freue ich mich jetzt auch sehr auf Zuhause.

Sally, vielen Dank für das Interview und dir noch eine schöne restliche Zeit in den USA.

Autor: Josua Schmitt

Ausbildungsberuf: Technischer Produktdesigner
Alter: 18
Hobbys: An Autos schrauben, Freunde treffen, fotografieren / filmen
Lieblingsessen in der Kantine: Schaschlik mit Pommes

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