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Ausbildungsberufe hautnah: Logistik ist Langweilig? Lass dich vom Gegenteil überzeugen!

Von Hanna Hettinger | 24.09.2021

In dieser neuen Serie stellen wir euch Azubis in ihren Ausbildungsberufen vor. Zu Beginn interviewe ich Luca Bühler, der 2020 seine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik begonnen hat und aktuell im AKL tätig ist. Luca berichtet euch, was eine Fachkraft für Lagerlogistik für Aufgaben hat und was er in seiner Ausbildung erlebt. Außerdem berichtet Luca euch über das automatische Kleinteilelager (AKL) und warum man dafür einen Höhenrettungsschein benötigt.

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik:

  • Kaufmännischer Ausbildungsberuf
  • Dauer: 3 Jahre
  • Berufsschule: 1 ½ Tage die Woche
  • Übernahmebereiche: Wareneingang, Lager, Distributionscenter

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Man nimmt die Ware im Wareneingang an, prüft sie auf Beschädigungen, Vollständigkeit und Qualität. Das Ein- und auftragsbezogene Auslagern von Teilen zählt ebenso zu den Aufgaben wie das Verpacken und Versenden von Kundenaufträgen.

Wie bist du auf die Idee gekommen eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik zu machen?

Durch ein Schülerpraktikum. Da hat mir das am meisten Spaß gemacht.

Was sind deiner Meinung nach Voraussetzungen für den Ausbildungsberuf?

Ein gutes Durchhaltevermögen. Ansonsten ist ein gutes Handgeschick von Vorteil, um sich nicht beim Aufmachen von Kartonagen zu schneiden. Man sollte auch gut in Mathe und Englisch sein, weil viele LKW-Fahrer die die Ware anliefern kein Deutsch können.

Was erwartet einen in der Ausbildung?

Im Unternehmen wird man nett Begrüßt und man Schritt für Schritt eingelernt. Beispielsweise lernt man in der Montage die Teile kennen um später Schäden besser beurteilen zu können. Außerdem darf man mit 18 den Staplerschein machen. In der Berufsschule hat man Fächer wie Mathe, Englisch, Religion, IVTIV (Excel, Word, etc.), Betriebswirtschaft und Gesamtwirtschaft. Man lernt auch verschiedene Prozesse vom Wareneingang bis zum Warenausgang kennen.

Hast du Tipps für zukünftige Azubis?

Man sollte immer Spaß am Arbeiten haben, wenn man einige Zeit gearbeitet hat fällt es einem leichter.

Warum sollte man bei Bürkert eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik machen?

Man hat immer nette Kollegen, mit denen das Arbeiten trotz Stress Spaß macht. Die Tätigkeiten sind nicht schwer, wenn man weiß wie es geht und man hat sehr viel Abwechslung.

Möchtest du erfahren wo der Azubi Luca Bühler schon gearbeitet hat und wie ein Lager bei Bürkert aussieht? Im Folgenden wird das AKL vorgestellt. Keine Ahnung was das ist? Lies einfach weiter ;)

Der Mythos AKL

Das automatische Kleinteilelager, kurz AKL genannt ist das Hochregallager, das alle Gebäude am Campus Criesbach überragt. Es befindet sich an der Rückseite des Werk 1. Im August 2016 in Betrieb genommen, misst es 18 m Höhe und 30 m in der Länge. Das AKL besteht aus 4 Gassen mit jeweils 2 Doppelplätzen für die Lagerung der Behälter. Insgesamt ergeben sich 18.528 Lagerplätze. Auf den Lagerplätzen lagern im Durchschnitt rund 16.000.000 Stück von 10.000 verschiedenen Artikeln.

Wie funktioniert das AKL und was macht es?

Im AKL lagert ganzjährig das Material, welches zum Montieren benötigt wird. Sobald das Material im Wareneingang angeliefert worden ist, wird es in sogenannte Quellbehälter gepackt. Anschließend folgt die Buchung, bei Bedarf die Qualitätskontrolle und das verheiraten des Materials mit einem Behälter. Danach wird der Behälter mit dem Material eingelagert. Das Regalbediengerät, kurz RGB, fährt die Behälter an Lagerplätze. Das SAP weist dabei jedem Behälter über die Behälternummer einen Lagerplatz zu. Unterteilt sind die Lagerplätze in einen A-Bereich, B und C Bereich. Hierbei lagern im A-Bereich Bauteile welche oft benötigt werden, die sogenannten Schnelldreher. Dementsprechend ist dieser Bereich am weitesten vorne, gefolgt vom B und C-Bereich mit Mitteldrehern und Langsamdrehern.

Sobald von der Disposition ein Fertigungsauftrag ausgelöst wird holt das RGB die Behälter, in denen die benötigten Bauteile lagern. Über die Fördertechnik gelangen die Behälter zum Auslagern an einen der vier Kommissionierplätze. An jedem Kommissionierplatz ist es möglich vier Aufträge gleichzeitig zu kommissionieren. Beim Kommissionieren werden aus jedem Quellbehälter, die für einen Auftrag benötigte Anzahl Teile in einen Zielbehälter gelegt. Das restliche Material wird mit dem Quellbehälter wieder in das AKL gefahren. Nach dem Kommissionieren befördert die Fördertechnik die Behälter in die Bereichslogistik der Montage.

Details die du noch nicht wusstest:

  • Im Sommer kann es im AKL bis zu 30 Grad warm werden.
  • Das AKL könnte man als internen Kletterpark bezeichnen. Bei Störungen klettern ausgebildete Mitarbeiter in das AKL und beheben diese. Dazu haben sie alle einen Höhenrettungsschein gemacht.
  • Das AKL hat eine eigene, vom Werk 1 abgekoppelte Brandmeldeanlage.
  • Vorsicht scharfe Kanten. Dem ein oder anderen Mitarbeiter hat dies schon eine Hose gekostet.

Danke Luca Bühler für das Interview!

Autor: Hanna Hettinger

Ausbildungsberuf: Wirtschaftsingenieurwesen
Alter: 22
Hobbys: Reiten, Rettungsschwimmen, Pfadfinder, Posaune Spielen
Lieblingsessen in der Kantine: Kartoffel-Lauch-Strudel
Musikgeschmack / Lieblingsbands: The Offspring

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