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Unsere Reise ins Elsass - Notre voyage en Alsace

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Von Laura Ulm | 19.03.2019

Was machen wir denn in Frankreich?  - Tarte, Vin & Macarons

In Form eines zweiwöchigen Niederlassungspraktikums bekamen wir Technischen Produktdesigner aus dem dritten Ausbildungsjahr im Februar die Möglichkeit, das französische Werk und somit Land und Leute an unserem Strandort in Triembach-au-Val kennenzulernen.

Am 25.02.2019 wurden Nina, Marcel und ich mit den Worten „Bonjour tout le monde“, was übersetzt „Hallo zusammen“ bedeutet, herzlichst begrüßt. Jeder von uns wurde einer Abteilung zugewiesen. Dort angekommen wurden wir in unsere Projekte eingeweiht und den Kollegen vorgestellt. Gleich am nächsten Tag erhielten wir dann eine kurze Werksführung.

Unser Bürkert Werk in Frankreich

Das Werk im elsässischen Triembach-au-Val wurde 1967 gegründet und liegt etwa 270 km entfernt vom Hauptstandort Ingelfingen. Damals musste ein Produktionswerk innerhalb des Landes liegen, in dem auch die Produkte verkauft werden. Daher entschied sich Christian Bürkert für die Gründung eines Produktionswerks im idyllischen Örtchen Triembach-au-Val, das charakteristisch dem Hauptstandort Ingelfingen verblüffend ähnlich ist. Denn auch Triembach liegt ruhig in einem Tal, durch das sich ein Bach namens „Le Giessen“ schlängelt. Wir fühlten uns direkt wie zuhause.

Die Kernkompetenz des Triembacher Werks liegt im Bereich der Sensorik. In Kooperation mit den deutschen Werken werden beispielsweise Sensoren, Transmitter oder Regler entwickelt und schließlich dort produziert.

C’est parti – Meine Zeit in E&C

Wer schon meinen letzten Beitrag verfolgt hat, der weiß, dass ich in der Abteilung Engineering und Consulting im Werk in Gerabronn tätig bin. In Triembach bekam ich deshalb in den zwei Wochen die Möglichkeit, meinen französischen E&C-Kollegen über die Schulter zu sehen und die Leute kennenzulernen, mit denen ich nach der Ausbildung zusammenarbeiten werde.

Dabei merkte ich, dass jede E&C-Abteilung bei Bürkert etwas anders arbeitet und sich der Alltag hier und da vom Standort Gerabronn unterscheidet. Dennoch konnte ich mich schnell in die Arbeit einfinden. Die Kollegen waren sehr bemüht mir alle Fragen und Aufgaben möglichst verständlich zu erklären, wodurch ich alles ohne Probleme bearbeiten konnte.

Hôtel – Unser Zuhause für zwei Wochen

Unser Hotel „La maison bleue“ befand sich in Dieffenbach-au-Val, etwa 5 km von Triembach entfernt. So hatten wir es morgens nicht weit zur Arbeit. „La maison bleue“ heißt auf Deutsch übersetzt „das blaue Haus“. Und es machte seinem Namen alle Ehre: Ein kleines, blaues Haus mit einer Menge Charme, das wir zwei Wochen nur für uns hatten. Alles was wir benötigten war da: Schlafzimmer, Badezimmer, Koch- und Essbereich – perfekt. Morgens wartete schon im Essensbereich ein Frühstück mit traditionellen Baguettes, Croissants und hausgemachter Konfitüre auf uns. So konnten wir gleich super in den Tag starten.

Loisirs – Freizeit Von wegen hier ist nichts los

Wir waren sehr überrascht, wie viel man in der Gegend entdecken und erleben konnte. Vor allem das Angebot der Firma nach der Arbeit hat uns beeindruckt. Die Mitarbeiter gehen nach Feierabend oder während der Mittagspause Schwimmen, Laufen, Klettern, spielen Fußball oder halten sich mit Karate fit. Wir haben uns für Fußball entschieden und trafen uns donnerstagabends mit den Kollegen in der Collège de Villé Halle, um uns auszupowern. Das stärkte nicht nur das Vertrauen untereinander, sondern wir konnten uns auch privat besser kennenlernen.

Es gibt viele weitere kleine Städte in der Nähe, die wir besuchten, z. B. Riquewihr, Sélestat oder Ribeauvillé. Sie beeindruckten ebenfalls durch sehr viel Charme. An jeder Ecke findet man Weinkellereien und Patisserien. Wer begeistert von Fachwerkhäusern ist, wird hier aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Auch sehr viele verspielte Souvenirläden sind im Elsass zu finden. So ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, ein paar Mitbringsel für unsere Liebsten einzukaufen.

 

An den weiteren Tagen gingen wir oft nach Feierabend zunächst in den nur wenige Kilometer entfernt liegenden Supermarkt, um Zutaten für das Abendessen zu besorgen. Gemeinsam kochten wir uns leckere – auch typisch französische – Gerichte wie z. B. Flammkuchen. Auf der Suche nach hohenlohischen Leckereien wie Maultaschen wurden wir leider nicht fündig.

 

Hin und wieder besuchten wir auch traditionelle französische oder klassisch italienische Restaurants. Das gegenüber unserer Unterkunft gelegene Restaurant „Le Hühnerstall“ haben wir natürlich auch ausprobiert und uns dort die Empfehlung des Hauses, ein Fondue mit Putenfleisch, Salaten und Pommes, schmecken lassen. Ein echter Geheimtipp, wenn ihr mich fragt :-). Auch eine klassische Weinprobe im Weingebiet Alsace ließen wir uns nicht entgehen.

Meistens verbrachten wir den Rest des Abends mit leckerem Weißwein, Snacks und Kartenspielen oder – wie soll es anders sein – mit TV-Serien.

Am Wochenende besuchten wir die 50 km entfernte Stadt Straßburg. Wir waren sehr beeindruckt davon, wie viel diese Stadt zu bieten hatte. Mit dem Aufstieg der Kathedrale wurde der Ausflug abgerundet. Auch eine Präsentation über die berühmte astrologische Uhr des Notre Dame konnten wir uns nicht entgehen lassen. Ein wahres Meisterwerk, das hier in den alten Mauern zu finden ist. Am Abend gingen wir dann noch eine große Bowlinghalle und zum Indoor-Minigolfen und bewiesen unser Können auf der Bahn – der eine mehr, der andere weniger. :-)

 

Bilan – Es war eine tolle Erfahrung

Ich war das erste Mal in Frankreich und war schon sehr gespannt wie es dort sein wird. Da ich wusste, dass unser Reiseziel nicht weit hinter der deutschen Grenze liegt, habe ich damit gerechnet, dass alles genau so sein würde wie bei uns eben auch. Von wegen! Einmal die Grenze überquert ist alles anders. Eine andere Sprache, andere Häuser, andere Verkehrsregeln. Vieles an das man sich im ersten Moment gewöhnen muss.

Der Straßenverkehr – Blinker überall: Zuerst mal die Verkehrsregeln. Die hatte ich anfangs noch nicht wirklich drauf … Keine Sorge, es ist nichts passiert, uns geht’s allen gut :-). Wer blinkt denn auch im Kreisverkehr!? Ja die Franzosen! Schon beim Einfahren wird links geblinkt und auch wenn man den Kreisverkehr nicht verlassen möchte, bleibt der Blinker an. Manche blinkten auch einfach in irgendeine Richtung, aber auch diese „Verkehrsregel“ hatten wir nach einigen Tagen raus. Warten hilft, kann ich an dieser Stelle sagen :-).

Die Sprache – ein kleines Hindernis: Blöderweise konnte niemand von uns drei Französisch sprechen und viele Menschen dort kein Deutsch, geschweige denn Englisch. Das regelte man dann mit Händen und Füßen, wie man so schön sagt. Auch bei der Arbeit hatten wir teilweise etwas Probleme mit der Verständigung, dennoch sollte es nicht daran scheitern.

Architektur: Die Häuser dort sind alle sehr malerisch verspielt und verschnörkelt. Ich persönlich finde das sehr schön. Daher habe ich mich sehr wohl gefühlt und eine Menge Bilder geschossen.

Arbeiten: Von den Kollegen wurden wir alle sehr nett aufgenommen und in die Arbeits- und Lebensweise einbezogen. Sie erzählten uns viel über die Kultur in Frankreich, gaben uns Tipps für Unternehmungen und waren stets sehr hilfsbereit und freundlich.

Es war interessant, die Arbeits- und Lebensweise kennenlernen zu dürfen. Man konnte einen Bezug zu den Menschen aufbauen und nun weiß ich, mit wem ich in naher Zukunft zusammenarbeiten werde. Das ist toll!

Au revoir
Am 8. März.2019 hieß es dann „Au revoir tout le monde“. Mit typisch französischen Süßigkeiten und Gebäcken sowie einer Rose zum Weltfrauentag wurden wir von den Kollegen verabschiedet. Bis bald!

Autor: Laura Ulm

Ausbildungsberuf: Technische Produktdesignerin
Alter: 18
Hobbys: Tischtennis, Fußball, Freunde treffen
Wohnort: Dünsbach
Lieblingsessen in der Kantine: Linsen mit Spätzle
Musikgeschmack / Lieblingsbands: Charts

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