Ein Beatmungsgerät, das Säuglingen Stress erspart, in kurzer Zeit zur Serienreife bringen? Ein automatisiertes Gasregelsystem für Brennschneidmaschinen entwickeln? Dass es sich hier um völlig unterschiedliche Produkte handelt, ist für uns nebensächlich. Wir denken nicht in Branchen, sondern in Lösungen. Lassen Sie sich anhand dieser Erfolgsgeschichten aus der Praxis zeigen, wie Bürkert Wünsche realisiert und darüber hinausgeht.
„Eine große Lösung für kleine Lungen.“
„Jetzt schneiden wir immer gleich gut ab.“
Wir regeln Gas
Weil wir über den Branchenrand hinausdenken, eröffnen sich uns immer wieder faszinierende Zusammenhänge. Und da wir daraus unkonventionelle Lösungen ableiten, betrauen uns unsere Kunden auch mal mit ganz speziellen Wünschen. Doch wir erfüllen diese Wünsche nicht nur – wir nutzen sie auch zur Inspiration. Um weiterzudenken und Komplettlösungen aus einer Hand anbieten zu können. Damit Sie richtig Gas geben können.
„Eine große Lösung für kleine Lungen.“
Kundengespräch
Eine halbe Milliarde. So viele Atemzüge macht ein Mensch ungefähr in 78 Lebensjahren. Jeder einzelne ist kostbar – und doch ist keiner so bewegend wie der erste. Manchmal benötigen kleine Lungen allerdings Unterstützung.
Atemunterstützung
Unser Kunde hat sich dieser bedeutenden Aufgabe angenommen. Er entwickelt Beatmungssysteme, die beim Start ins Leben helfen, wenn es nötig ist.
Fakt
Etwa eins von zehn Babys wird vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Da bei Frühchen die Lungen oft noch nicht ausgereift sind, sind diese Babys besonders anfällig für Atemprobleme. Auf Sauerstoffmangel reagieren sie in manchen Fällen nicht instinktiv mit einer schnellen, flachen Atmung. Ihr Körper vergisst gewissermaßen zu atmen.
CPAP-Beatmung
Frühchen werden deshalb intensivmedizinisch überwacht und vorsorglich an CPAP-(Continuous Positive Airway Pressure-)Geräte angeschlossen. Bei Bedarf unterstützen diese Geräte in Verbindung mit entsprechenden Maschinen die Atmung mit einer Frequenz von bis zu 15 Hz. Die CPAP-Therapie wird bei Neugeborenen eingesetzt, die zwar prinzipiell in der Lage sind zu atmen, aber Hilfe dabei brauchen, ihre Atemwege zu stabilisieren. Dafür wird eine Mischung aus Luft und Sauerstoff zugeführt.
Die Anwendung von CPAP ist oft verbunden mit einer Intubation des Patienten. Bei Erwachsenen und größeren Kindern kann diese Beatmungsform auch nicht invasiv über kleine Schläuche geschehen, die in die Nase eingeführt werden. Man spricht hier von N(asal)CPAP.
Hochfrequenz-Atmung
CPAP- und NCPAP-Geräte gehören zur weltweit gängigen Ausstattung von Intensivstationen. Solche, die adäquat reagieren können, wenn ein Neugeborenes einen Sauerstoffmangel nicht mit Hochfrequenz-Atmung ausgleicht, sind hingegen für viele Intensivstationen unerschwinglich und zudem zu komplex.
NCPAP
Hinzu kommt, dass die meisten herkömmlichen Apparate Babys nicht nasal versorgen können. Bei ihnen werden deshalb große Gesichtsmasken eingesetzt, was für die Babys Unbehagen und zusätzlichen Stress bedeutet. Unser Kunde ist dieses Problem angegangen und hat ein bis jetzt einzigartiges Gerät auf den Markt gebracht. Wir konnten ihn dabei unterstützen.
Die Bürkert Lösung
Weil die Technik nicht unnötig komplex sein darf, wenn der Start ins Leben schwierig ist. Durch die Zusammenarbeit mit uns konnte unser Kunde ein Gerät entwickeln, das eine Hochfrequenz-Atmung bis zu 20 Hz unterstützen kann und auch bei Frühchen die Anwendung von NCPAP ermöglicht.
Leise Technik: Mit Bürkert-Komponenten konnte unser Kunde den Lärm, der normalerweise bei der CPAP-Therapie entsteht, reduzieren. Das erspart den kleinen Patienten unnötigen Stress.
Technik, wo sie gebraucht wird: Mit seinem innovativen Gerät kann unser Kunde Märkte erschließen, für die CPAP bislang unerreichbar war.
Systemlösung: Da Bürkert-Komponenten nach dem Baukasten-Prinzip gestaltet sind, können sie ungeachtet der spezifischen Anwendung problemlos in Systeme eingefügt werden. Das spart Kosten.
„Jetzt schneiden wir immer gleich gut ab.“
Kundengespräch
Wenn Sie mit Brennschneidern arbeiten, kennen Sie das Problem: Die Qualität des Schnittes hängt von vielen Variablen ab. Die Schnittgeschwindigkeit, der Abstand der Brennerdüse vom Werkstück, die Düsengröße und -ausführung sind entscheidend – und nicht zuletzt die Art der Gasversorgung.
Brennschneiden
Fakt
Ist die Gasversorgung des Schneidbrenners mechanisch/manuell geregelt, wird die Schnittqualität maßgeblich vom Know-how der entsprechenden Mitarbeiter bestimmt. Fehleinstellungen sind nicht völlig auszuschließen und können zu einer schlechten Qualität des Schnitts führen.
Mechanische / Manuelle Regelung
Bei einer zu stark eingestellten Heizflamme wird die obere Schnittkante angeschmolzen, und es sammelt sich an der unteren übermäßig viel Schlacke.
Eine zu schwache Heizflamme hinterlässt tiefe Rillen im unteren Bereich der Schnittfläche.
Eine verschmutzte Düse stört den Sauerstoffstrahl, wodurch unebene, nicht rechtwinklige Schnitte entstehen.
Kurzum: Bei einer mechanisch/manuellen Regelung schwankt die Qualität und Effizienz des Brennschneidens, und der Gasverbrauch ist oft zu hoch. Der Ertrag lässt zu wünschen übrig. Hinzu kommen, bedingt durch die vielen Einzelkomponenten, der Mehraufwand und die Baugröße.
Eine andere Möglichkeit der Gasversorgung ist die automatisierte, aus einzelnen elektronischen Druckreglern zusammengefügte Lösung. Abhängig vom verwendeten Material, der Materialstärke und der Brennerkonfiguration werden die Gasdrücke proportional geregelt und automatisch über die Sollwertvorgabe für die Druckregler von der SPS vorgegeben. Weil sie aus individuellen Komponenten besteht, ist der Platz- und Zeitaufwand für die Verrohrung und Verdrahtung recht hoch. Wegen ihres Umfangs lässt sich die Gasversorgung hier nur schwer in der Nähe des bewegten Brenners unterbringen. Nachteilig ist auch die aufwendige Integration in die Maschinensteuerung über meist analoge Signale.
Die Bürkert Lösung
Wir haben die Gasversorgung als kompakte integrierte Einheit konzipiert. Sie muss lediglich über wenige Verbindungen an die Gasversorgung und den Brenner angeschlossen werden – und kann nun unmittelbar beim oder sogar auf dem Brenner platziert werden. Die Gasdrücke und die Reglerparameter werden automatisch über eine digitale Kommunikationsschnittstelle eingestellt und vorgegeben. Spezifische Regelfunktionen sind direkt in die Gasversorgung integriert. Einzelkomponenten fallen weg und damit viel Material und Aufwand.
Bürkert-Technik: Durch die automatisierte Gasversorgung bleibt die Schnittqualität konstant, und es wird nicht mehr Gas verbraucht als nötig.
Know-how auf Knopfdruck: Mit unserem Gasregelsystem erübrigt sich die manuelle Einstellung der Gasdrücke. Und im Reparaturfall wird die Einheit einfach ausgetauscht.
Lösung: Die integrierte Systemlösung stammt komplett aus einer Hand. Weil Bürkert alle Entwicklungs- und Fertigungsschritte mit ihm geht, sind für unseren Kunden die Wege kürzer – sowohl bei der Entwicklung als auch im Fall von Nachfragen.