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Stop and flow: Erfahrungsbericht von unserem Praktikanten Holger Drees

In meinem Master-Studium in Physik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist kein externes Praktikum vorgesehen. Um trotzdem Erfahrung in einem Unternehmen sammeln zu können, habe ich deswegen mein Studium für sechs Monate unterbrochen und ein freiwilliges Praxissemester eingelegt: im Innovation Center von Bürkert Fluid Control Systems.

Das Bürkert Innovation Center Karlsruhe

Neben klassischen Produktentwicklungen arbeitet am Karlsruher Standort ein junges Team auch in der Simulation und in der Forschung an allem, was fließt. Außer Maschinenbauern und Elektrotechnikern gehören auch studierte Physiker zum Team, was meine Neugierde weckte. Da die Einsatzbereiche von Physikern sehr vielseitig sind und sich oft weit weg von den im Studium behandelten Themen befinden, wollte ich noch während meines Studiums einen Einblick bekommen, welche Möglichkeiten mir danach prinzipiell zur Verfügung stehen. Bei Bürkert kann ich in einem interessanten Technologieprojekt Forschern und Entwicklern bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen und mich auch selbst einbringen.

Warum Bürkert?

Die örtliche Nähe zu meinem Studienort war für mich bei der Wahl des Praktikums ein wichtiger Faktor. Erst einige Monate nach einem Auslandsaufenthalt zurückgekommen, wollte ich nicht gleich wieder umziehen. Die Universität unterstützte mich in dem Vorhaben ein freiwilliges Praktikum durchzuführen und räumte mir ein Urlaubssemester ein.

Nach der Bewerbung verlief schon das erste Vorstellungsgespräch in einer angenehmen Atmosphäre und mir wurde die Unternehmenskultur von Bürkert nahe gebracht. Die flachen Hierarchien und der freundschaftliche Umgang machten es mir gerade in den ersten Tagen, in denen ich viel Neues lernen musste, erstaunlich einfach anzukommen.

Meine Aufgaben

Bei meinem Praktikum bin ich in ein Projekt eingebunden, bei dem ein Ventil mit einer neuartigen Aktortechnologie entwickelt wird. Meine Aufgabe ist es, einen Versuchsstand aufzubauen, um sowohl die ersten Prototypen als auch Wettbewerbsgeräte zu testen, zu charakterisieren, Messungen durchzuführen und anschließend auszuwerten.

Während der Anfangszeit meines Praktikums wurden mir verschiedene Softwareprogramme näher gebracht und nach und nach die theoretischen Grundlagen der Ventiltechnologie. Zusammen mit dem Projektleiter, der mein Praktikum betreut, musste zunächst der Versuchsaufbau geplant werden. In dem noch recht jungen Bürkert-Standort in Karlsurhe steht dafür moderne Labortechnik zur Verfügung. Was an Ausstattung für den Versuch noch fehlte, konnte auf kurzen Wegen angeschafft werden.

Nach dieser Einarbeitungsphase konnte ich selbstständig arbeiten. Bei einem wöchentlichen Jour Fixe erfolgte ein Austausch über den aktuellen Projektverlauf, wurden Probleme diskutiert und Ideen besprochen. Darüber hinaus sind auch die Mitarbeiter der anderen Bereiche, wie der Elektronik und der Konstruktion, immer hilfsbereit und gehen offen auf meine Fragen ein. Dieser Aspekt ist aus meiner Sicht besonders wichtig, da ich aus meinem Physik-Studium keine praktischen Erfahrungen aus diesen Bereichen mitbringe.

Einen großen Teil meiner Arbeit nahm die Programmierung mit LabVIEW ein, um automatisierte und länger andauernde Tests mit automatischer Datenaufzeichnung zu ermöglichen. Dies war einer der wenigen Schnittpunkte zu meinem Studium, da mir zumindest die Grundlagen einiger Programme vertraut waren. Hier konnte ich mich dann tiefer einarbeiten, nachdem die ersten und wichtigsten Messungen durchgeführt waren. Am Ende meines Praktikums sollte ein allgemein einsetzbares Programm fertig erstellt sein, um verschiedene Messungen realisieren zu können.

Fazit

Mit dem Inhalt und dem Ablauf meines Praktikums bei Bürkert bin ich sehr zufrieden. Ich konnte inhaltlich sehr viel Neues lernen, habe mich aber auch persönlich weiterentwickelt. So kann ich nun mit Bestimmtheit sagen, dass ich mich in einem Unternehmen wie Bürkert nicht nur auf fachlicher Ebene sehr wohl fühlen könnte sondern auch menschlich.

Autor: Holger Drees (Praktikant)

Hobbys: Handball, Mountainbike
Wohnort: Karlsruhe
Musikgeschmack / Lieblingsbands: Indie, Alternative und von allem ein bisschen

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